Ich bin letztens über ein spannendes Thema gestolpert, das ich spannend fand: verbale Weichmacher in Kundengesprächen.
Kennt ihr das? Man schreibt eine E-Mail an den Kunden und ertappt sich bei Sätzen wie:
- "Ich würde vorschlagen, dass wir das vielleicht so umsetzen könnten..."
- "Sorry für die blöde Frage, aber..."
- "Mein Stundensatz liegt bei 120 Euro, wenn das für euch passt?"
Klingt höflich. Ist aber Gift für die eigene Positionierung. Solche Formulierungen signalisieren dem Kunden unbewusst: "Ich bin mir meiner Sache nicht sicher."
Ich habe das bei mir selbst beobachtet. Gerade wenn es um Preise oder Projektentscheidungen ging, habe ich früher fast reflexartig Weichmacher eingebaut. "Gerne", "vielleicht", "wenn das okay ist". Als ob ich um Erlaubnis fragen müsste, obwohl ich derjenige bin, der die Expertise mitbringt.
Der Punkt ist: Technisches Können allein reicht nicht. Wie du es kommunizierst, entscheidet darüber, ob der Kunde dich als Dienstleister oder als Experten wahrnimmt. Und das hat direkten Einfluss auf Preisverhandlungen, Projektverlauf und wie ernst deine Empfehlungen genommen werden.
Mich interessiert: Wie läuft das bei euch?
- Achtet ihr bewusst auf eure Formulierungen in Kundenmails und Calls?
- Habt ihr typische Situationen, in denen ihr merkt, dass ihr "zu weich" kommuniziert?
- Oder seht ihr das anders und findet, Zurückhaltung gehört zum guten Ton?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen.